im nomadenjahr - best of pott II

In der Hoffnung hier einen wirklich guten Kaffee zu bekommen, habe ich gleich um halb zehn morgens im Café del Angel geklingelt. Frau Garcia hat mir dann gleich vier verschiedene Kaffees zubereitet, welche meine Lebensgeister aufgeweckt haben. Ursprünglich kommt sie aus dem Kaffeeland Costa Rica, wollte aber auch in Deutschland richtig guten Kaffee trinken. Ihr Café ist so bunt wie ihre Heimat.

Sandra Groneberg hat sich mit 3-ZIMMERKÜCHEBAD einen Traum verwirklicht. Ihr Concept Store in Essen - Rüttenscheid ist praktisch die perfekt eingerichtete Drei-Zimmer-Wohnung: Esszimmer, Kinderzimmer, Küche und Bad sind voll von Inspirationen fürs Wohnen und Schönermachen. Hell und freundlich kommt nicht nur ihr Ladenlokal daher - ihr Lächeln zeugt von einer großen Begeisterung für das Zuhause von Menschen.

Jordan Olivenöl - Herr Jordan ist schon fast wieder auf dem Sprung nach Griechenland, als ich ihn in Solingen treffe: Die Olivenernte steht an. Auf der Insel Lesbos werden die Oliven für sein Öl in fairer Partnerschaft mit seinen Griechischen Freunden angebaut und geerntet. Er ist davon überzeugt, dass es nur auf dieser Insel die beste Qualität an Oliven gibt, was es ihm ermöglicht das qualitativ hochwertige Olivenöl herstellen zu lassen.

Was der Rhein so anschwemmt ist für Frank Loetfering ziemlich wertvoll: Er sammelt Treibholz, bemalt dieses und schafft so ein Kunstwerk aus Zivilisationsgut mit Bezug zur Heimat. Altes bewahren und Neues wagen ist sein Motto. In seiner Galerie in Düsseldorf stellt er das "Rheingut" aus.

Zeno Ablass ist kein Juwelier, wie man ihn sich klassisch vorstellt: Statt Jackett und Schlips trägt er Holzfällerhemd und Hipsterbart. "Ruhrpotts Ei" stammt aus seiner Hand und ist eine Hommage an das Ruhrgebiet und die Kulturhauptstadt. Der Essener Goldschmiede-meister schmiedet Ehepaare nicht nur Ringe an die Hand, sondern restauriert auch Kunstwerke und Schmuckstücke.

Ein Teehaus in Mühlheim, untergebracht in einem Fachwerkhaus - Tee im Ruhrpott ist dann doch eher ungewöhnlich. Doch in Theiles Theehaus (hier wird Tee sogar mit "h" geschrieben) wird auch mal Macha Tee angerührt. Frau Theile zeigt uns, wie man die Schale richtig hält und lässt uns den grasgrünen Tee probieren. Als Tee-Sommilière kennt sie sich richtig gut aus und verkauft nur die feinsten Thee-Spezialitäten.

Jedes Kleidungsstück ist durch ihre Hände gegangen: In der "Schneiderei Edelmaß" nimmt Arune Elsmann Maß, schneidert Mann oder Frau Anziehendes auf den Leib. Im Atelier de Couture in Essen werden Knöpfe noch bezogen und Hemden mit Paspeln versehen. Es sind die Details, hochwertige Stoffqualitäten und die Verarbeitung, welche die individuellen Anfertigungen von der Stangenware unterscheiden.

Im Weinhof Rüttenscheid in Essen ist jeden Tag Weinprobe. Herr Koopmann leistet sich den Luxus nicht nur die Weine probieren zu lassen, welche gerade geöffnet sind. Dazu wird auch gern mal ein passender Käse oder eine Salami gereicht. In unterhaltsamen Seminaren gibt er sein Wissen über die edlen Tropfen in Theorie und Praxis weiter, wobei die Praxis der sicherlich angenehmere Teil ist... 

Betritt man das Atelier von Renate Sennewald in Düsseldorf, könnte man zuerst an eine ganz normale Schmuck-Designerin denken. Ketten aus Perlen hängen an der Wand, Ringe sind in Vitrinen ausgestellt. Doch spätestens dann, als sie uns die Schubladen voll bunter Papiere zeigt wird klar, dass das Grundmaterial nicht Gold und Silber ist, sondern Zellulose. Federleicht sind ihre Schmuckstücke, welche sie aus Papier herstellt.

Zentrum der Liebe: Ich muss zugeben, der Name hat mich erst irritiert, doch als ich Frau Boschat bei der Arbeit erlebt habe, war mir vieles klarer. Ängste, Blockaden, Unsicher-heiten - all dies wird in ihrem bioenergetischen Heilungs- und Schulungszentrum in Mühlheim zum Thema gemacht. Heilung, Coaching, Meditation und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen - im Zentrum der Liebe kommen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang.

Kathrin Lohaus verführt zu übermäßigem Schokoladen-Genuss. Es geht gar nicht anders: Betritt man ihre Chocolaterie in Düsseldorf und schaut dabei zu, wie sie Pralinen durch Schokolade zieht, läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen. Man will nur noch eines: Probieren! Ich hatte eine weiße Praline mit Maracuja-Füllung, himmlisch! "Bittersüß und Edelweiss" - der Name ist Programm.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0