gedankensturm

Was uns umtreibt, im Kopf spukt, keine Ruhe lässt. Wenn sich Gedanken verwirbeln und Knoten bilden im Kopf, ist es Zeit ihnen Raum und Beachtung zu schenken. Hier.


zuhause

Angekommen. Für eine Zeit lang. Doch dieses Mal länger und mit einem Raum für das eigene Haben. Die Nomadin wird sesshaft. Das Umherziehen macht müde, wenn es keinen festen Ort zum Ausruhen gibt. Zwei Jahre lang habe ich das Nomadentum gelebt und möchte diese Zeit nicht missen, denn sie war bewegendberauschend und inspirierend. Das Umherziehen werde ich auch in Zukunft nicht lassen können, zu groß ist meine Neugier auf die Welt, zu spannend sind die Geschichten, die es zu entdecken gibt. Doch dafür brauche ich ein Zuhause, wo Vertrautes mich empfängt und Menschen sind, die mich erwarten. Ich  suche nach einem Bild für "Zuhause", ein Bild, das alles sagt. Worte dafür zu finden ist leichter. Ich stelle mir Fragen: Muss das Zuhause ein Ort seinbedingt es ein Dach über dem Kopf? Ist es der Bäcker, bei dem ich meine Lieblingscroissants hole, die Gewohnheiten, die ich nur an diesem Ort so pflegen kann? Noch habe keine endgültige Antworten auf meine Fragen, aber dafür eine Erkenntnis aus diesen zwei Jahren Nomadentum gewonnen: Zuhause ist ein Gefühl von ankommen und bleiben wollen, von vertraut und verstanden sein, von Freiheit und Sichselbstsein.

sehnsucht

Sehnsuchtsorte. Gibt es Orte, an die es uns immer wieder zieht? Wie muss ein Sehnsuchtsort beschaffen sein? Sind es Menschen oder Räume, welche die Sehnsucht entstehen lassen?


dinge

Irgendwann war da dieser Entschluss, nur noch Dinge zu besitzen, die ich liebe oder brauche. Vier Kisten. Vier Kisten mit Erinnerungen, Nützlichem und Nötigen. In der einen Kiste ist alles, was ich brauche, um mich zu ernähren, in zwei anderen alles was ich brauche um zu arbeiten. In der vierten ist alles was ich liebe und brauche um mich zu erinnern. Die Kleidung passt in einen Koffer, die Schuhe in einen Rucksack. Es gibt noch ein Bild, einen Tisch, einen Stuhl, weil sie Erinnerungen tragen. Es ist leichter so, das Leben, weil nicht mehr viel beschwert und gepflegt werden will. Es ist leichter Entscheidungen zu treffen, weil es nicht mehr viel gibt zwischen dem man sich entscheiden muss. Dinge bekommen eine andere Wertigkeit.

menschen

Wie wohnen Menschen? Warum leben sie in Hochhäusern, Zelten oder Bauwagen?

 

Heike Pallokat hat sich für ein Leben im Bauwagen entscheiden. Nein, nicht entschieden, denn der blaue Wagen hat sie gefunden. Die acht Meter lange Behausung mit den hellblauen Fensterläden war einst eine Datscha und ein zweites Zuhause für ein älteres Ehepaar. Bei der Übergabe haben alle geweint.  Für Heike ist die Natur eine Mutter und dieses unmittelbare Leben in und mit ihr so wichtig für sie. Strom hat sie, einen Holzofen und eine Waschgelegenheit. Alles was sie braucht. Im Sommer verlegt sie die Küche nach draußen. Sie riecht die Elbe und nimmt die Jahreszeiten wahr. Sie tanzt und spielt Theater, liebt ihre Söhne, ihren Hund und das freie Leben. Jeden Morgen springt sie auf dem Trampolin bevor sie in ihren kleinen Fischladen nach Hitzacker fährt.


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