Aufgebrochen und losgezogen bin ich, um zu entdecken, zu staunen und zu finden. In Deutschland und der Welt, in Stadt und Land, da wo nichts zu sein scheint und da wo alles schon ist. Und immer sind es die Menschen, mit ihren Geschichten und ihrer Hingabe an eine Sache, die mich begeistern. Lebendig will ich sein und frei. blog der nomadin


Tanz! Zeitz!

Die Treppen führen über drei Stockwerke in Räume voller Schutt und Staub. Zimmer fließen ineinander, der Weg durch die Fabrik scheint endlos. Durch die zerbrochenen Fensterscheiben fallen Sonnenstrahlen. Die Hinterlassenschaften einer Rockband auf Böden und Wänden: Leere Bierflaschen, schwarze Tücher hängen von der Decke, Graffitis an der Wand. Wie Blut läuft rote Farbe über eine schwarz gestrichene Wand. Was ist Geschmiere, was Kunst? Die Orientierung geht verloren, die Räume gleichen sich, überall ist Dagewesenes spürbar...mehr lesen



Was von deiner Grenze übrig ist

Aus dem Dollart, der Meeresbucht bei Emden, gespeist mit Nordseewasser, tauche ich auf. Ich, die Grenze, mache mich auf den Weg um mein Land. Deutschland umreiße ich in Google Maps nur noch als eine gezackte schwarze Linie auf der Karte. Für neun Staaten war ich wichtig, wer mich überqueren wollte, musste sich ausweisen und kontrollieren lassen. Übrig geblieben sind quadratisch blaue Schilder mit Sternenkranz und der Hinweis, etwas langsamer zu fahren. Es muss mehr von mir zu finden sein - jenseits der schwarzen Linie. Die Schranken sind nicht mehr da, aber vielleicht sind sie noch in den Köpfen der Menschen. 

Ich ziehe mich in südlicher Richtung entlang der Niederlande. Vor mir liegen 567 Kilometer, dann werde ich auf die belgische Grenze stoßen. Mein erster Stopp ist eine Shell-Tankstelle im niederländischen De Lutte. Sie liegt direkt an der A1; Bad Bentheim auf der deutschen Seite ist nur zwanzig Autominuten entfernt. An den Zapfsäulen stehen fünf LKWs in einer Reihe. Im Verkaufsraum: Koffein-Türme auf Paletten bis fast an die Decke...  mehr lesen   


Sylt hat mehr als Meer

Ein Gastbeitrag von Renate, die Sylt liebt auch wenn es noch oder schon wieder recht kalt ist.