sieben tage-sieben inseln - juist

Juist, Distanz 10km, Start 12 Uhr auf dem Kurplatz, "Töwerland-Lauf"

Die bunten Fahnen wehen, die Sonne lacht und wir sind auf dem Schiff nach Juist - mal sehen, ob uns die Insel tatsächlich verzaubert. Die Sonnenplätze auf der Fähre sind begehrt, man tankt gerne mal wieder Wärme und Licht. Nach dem Ankommen erst einmal ein kurzer Blick auf den Strand: Hier werden wir heute erst in Richtung Norderney und dann in Richtung Baltrum rennen. Am Strand, auf Sand. Wie es aussieht bei herrlichem Sonnenschein. Endlich. Das Gruppenfoto ist eine echte Postkarte und die blaue Walze bewegt sich danach in Richtung Start. Zum Aufwärmen nehme ich heute mal den Leuchtturm. Die Höhe ist überschaubar und so bin ich auch gleich wieder auf dem Boden des Töwerlands zurück - Brigitta wärmt besser auf. Dominik heizt an, der Eisbär und der Nordseechor sind selbstverständlich. Und dann: ich liebe diesen Moment, wenn wir von Zehn runterzählen, den Startschuss, die Powermusik, das Klatschen - los geht's!

Ich habe mich diesmal im vorderen Feld platziert, will mal endlich die Masse der Läufer von vorne sehen und muss ganz schön Tempo machen um dran zu bleiben. Es geht die Düne auf dem Bohlenweg runter, dann 200 Meter im weichen Sand. Also dann zuerst rechts nach Norderney. Irgendwann kommen auch schon die Ersten auf der Rückrunde entgegen - nun sehe ich die Besten auch mal von vorne... Dann die 2km wieder zurück, Wasser tanken, weiter. Ich glaube, es hat den meisten so viel Spaß gemacht wie mir, diesen ewig weiten Strand in der Sonne entlang zu rennen und ganz nah am Meer zu sein. Irgendwann leg ich mich der Perspektive wegen auf den Bauch in den Sand und denke kurz darüber nach, einfach liegen zu bleiben... nix, weiter. Borkum wartet auch noch, also wieder die Düne hoch und runter, ab ins Ziel.

Wasser, Eistee, Banane, Apfel - genau in dieser Reihenfolge. Das ist jetzt wichtig, vor allem viiiiel Wasser und viiiiel Eistee.Und dann an den Strand - so war's gedacht. Es reicht noch um die Schuhe auszuziehen und den Sand zu spüren, dann reißt der Himmel die Schleuse auf und ich rette mich grad noch in die Strandhalle. Ein After-Run-Bier und einen Capucci später traue ich mich raus und in die Dusche. Da ich die Letzte bin habe ich die Duschen für mich alleine, werde allerdings auch fast vom Reinigungsschlauch weggespült. Essen. Ein bisschen Strandkorbfeeling. Ein Eis - Hagebutte und Zitrone-Basilikum - lecker. Und dann - wie immer - mit der Fähre stimmungsvoll zurück.

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