im nomadenjahr - köln

Ich habe meine neue Bleibe in Hürth bei Köln gefunden: Die liebe Gertrud hat mir ein Zimmer mit Aussicht gegeben und versorgt mich ganz wunderbar. Ich mag ihr kölsches "Määdchen", wenn sie mich anspricht, ihre Lebendigkeit und ihre Liebe zu Köln.

Da die Schlösser Brühl ganz in der Nähe liegen, habe ich die Wolkenlücken genutzt und Schloss Augustusburg (im Bild) und Falkenlust (was für ein Name!) einen Besuch abgestattet. Gerade an diesen Vorfrühlingstagen ist dort wenig los und es lässt sich herrlich durch den riesigen Schlosspark bis hin zu Schloss Falkenlust flanieren. Als ich durch die Baumallee gehe denke ich, wie es wohl gewesen sein muss, als hier die Jagdgesellschaften des Kölner Erzbischofs zu Pferd durchgebraust sind... Jetzt ist es so ruhig und unbelebt. War ja aber eben nicht immer so - schließlich soll schon Casanova auf Schloss Falkenlust ein Galadinner für die Kölner Bürgermeisterin und andere Damen der feinen Gesellschaft gegeben haben. In der Muschelkapelle "Kapelle St. Maria Aegytiaca im Falkenlustbusch" (heißt wirklich so) hat der Erzbischof aufgetankt, wenn er zuviel vom höfischen Treiben hatte. Sie ist auch innen ganz mit Muscheln verziert. 

Ob ich wohl jemals darauf komme, was die geheimnisvolle Strichliste auf der Bank zu sagen hat?

Und dann doch noch Köln. Der Dom ist voll mit Menschen, aber das Gerhardt Richter-Fenster ist es wert. Nur eine kleine Tour durch die Stadt, vorbei an Faschingskostümen, Läden, welche die Welt im Fenster stehen haben bis hin zum von außen kuriosen Kölnischen Stadtmuseum wo Wilhelm Scheiner Bilder vom alten Köln zeigt - Ungeschönt. "Liebe deine Stadt - Trotzdem" - ist übrigens eine Jubiläumskampagne und künstlerisches Statement vom Künstler Merlin Bauer .

Meins - der Name lässt mich erst stehen bleiben und dann reingehen. Die Designerin Gudrun Geyssel stellt die Frage: "Was ist deins?" und hat Taschen aus gebrauchtem Segeltuchstoff entworfen und genäht, die vom Träger personalisiert getragen werden können. Sowohl das große Fach innen als auch die kleinen Fächer außen, um die es hier eigentlich eher geht, können befüllt werden. Durch den Inhalt in den Sichtfenstern gibt man sein ganz persönliches Statement ab, dass sich je nach Lust und Farbe der Klamotte immer wieder ändern kann. Also bei mir würden da Gummibärchen reinwandern...                                                                       www.meins-taschen.de

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