im nomadenjahr - pfaelzer wanderfreuden

Das Wandern ist der Müllerin Lust und die will auch in die Natur, wenn diese noch gar nicht so weit ist! Da die Pfälzer Berge so nah und Sonne angekündigt ist, wird der Entschluss zu wandern spontan gefasst. Das "Wanderportal Pfalz", schlägt uns einen Rundweg ab Rumbach vor, der unsere Kriterien, "Schweiss:Happig", "Aussicht: Einmalig", "Orientierung:Problemlos" und eine "Einkehr am Rand des Weges" erfüllt. 

Wir sind also auf der Salztrippler Tour. Der Name stammt aus früheren Zeiten als man noch ins benachbarte Elsaß hinüber lief, um Handel zu betreiben und mit gefüllten Salzfässchen zurück kam. Erst einmal geht es im Tal entlang, an zwei erhöhten und bemoosten Steinbänken vorbei und wir folgen der Strecke der ehemaligen Wasgenwaldbahn. Die Schmalspurbahn fuhr damals zeitweise so langsam, dass am Wagon ein Schild angebracht war: "Blumenpflücken während der Fahrt verboten." Der Geruch vom frisch geschlagenen Holz wird uns auf der Tour begleiten, es ist aber auch d e r Duft des Waldes und den riech ich einfach gerne. Nach einem kleinen Irrweg bergauf (das zum Thema "Orientierung: Problemlos") kommen wir wieder in die Spur und zum Brauntalweiher. Dieser macht seinem Namen alle Ehre, aber er liegt schön da, so ruhig und braun.

Es ist grau, kein Blatt am Baum und doch ist es schön zu dieser Zeit zu wandern. Jetzt geht es bergauf und zwar stetig und steil. Immer mal wieder sind Felsentürme -oder Tische aus Buntsandstein zu sehen, die ganz viele Farben haben. Erstaunlich, was die Natur im Lauf der Jahre so aufgetürmt hat. Die Inschrift einer alten Liebe ist in den Fels des kecken Kuhnenkopfgipfelfelsens geritzt. Jetzt fragt man sich, was jetzt noch lebt, die Liebe oder die Menschen... Wir besteigen die Aussichtsplattform über eine Leiter und können von oben geradeaus zu unserem Etappenziel schauen: Die Wagenburg. Sieht weit weg aus, der Berg auf der anderen Seite. Vor allem bedeutet es, dass wir erst runter und dann das Ganze wieder hoch müssen.

Der Forstweg wird zum Pfad, den wir beinahe verpasst hätten. Der schmale Weg führt uns dann entlang des "Langenfelsen", der seinem Namen alle Ehre macht. Die Felswand aus porösem Gestein ist wirklich sehr lang und vor allem auch hoch. Nach steilem Anstieg sehen wir über uns die Burgruine der Wegelnburg. Viel ist nicht mehr übrig davon, aber dafür hat man von oben wirklich eine einmalige Aussicht über den Pfälzer Wald und das Elsass. Der Rückweg ist unspektakulär, es geht bergab durch den Wald. Unsere Einkehrmöglichkeit, das Restaurant am kleinen etwas grotesk anmutenden Flugplatz "Am Söller"  hat Winterpause, das hatten sie auf ihrer Internetseite leider nicht stehen. Dafür finden wir einen Kilometer weiter in Rumbach passend zu unserer Tour die Gaststätte "Zum Salztrippler", wo man uns von Hunger und Durst befreien kann.

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