im nomadenjahr - grosses theater in waal

Schon die Einladung verspricht, das es ein großartiges Fest wird: Jeanette, meine LieblingsZuckerbäckerTöpferin feiert ihren Geburtstag im "Deutschen Haus" in Waal, Motto: Theater. Im Nomadenjahr Eins war ich gleich am Anfang bei ihr und sofort begeistert von ihrer Kreativität. Damals hatte ich in Landsberg gewohnt und mich gleich in diese Stadt verliebt. Jetzt komme ich in Landsberg an, ein sonniger eiskalter Morgen erwartet mich. Der Lech rauscht, die Schwäne gleiten durch den Morgendunst und ich fühle mich sofort wieder in dieser Stadt zuhause. Alles ist noch so wie vor zwei Jahren: Die Chocolaterie gibt es noch, auch das Teehaus und die Rösterei sind noch da. Nur meine ehemalige Bleibe scheint anders bewohnt zu werden - Dinge ändern sich eben doch... Am Mittag komme ich auf bekannten Wegen im "Deutschen Haus" in Waal an  - es ist schön, wieder hier zu sein. Ich fahre vorbei am Haus von Jeanette mit den Lollipops auf der Hauswand und erinnere mich daran, wie wir damals im Februar hier nach dem Gaudiwahl beim Kaffee zusammen saßen.

Am Nachmittag vorher schmücken Marion (vom Café Streuselkuchen) und Jeanette die Tische im "Deutschen Haus" und verwandeln den Raum in ein weiß-rosa buntes Wonderland. Peter, der Wirt, ist begeistert und sagt: "So will ich das jetzt in Zukunft immer haben, wenn hier gefeiert wird." Für jeden der 60 Gäste hat Jeanette einen eigenen Becher mit seinem Namen darauf gestaltet, das gesamte Geschirr vom Suppenteller bis zur Salatschüssel ist von ihr. Ich finde es fantastisch - so etwas ist mir noch nicht begegnet. Das Entrée hat sie vom Schreiner zusägen lassen und in ihrem ganz eigenen Stil bemalt. Alles trägt ihre Handschrift und der Raum sieht wunderschön aus - ich freue mich auf die Party und bin sicher, wir werden "pure Freude" haben, wie es sich Jeanette wünscht.

Es geht los, die Suppe ist aus dem Pott geschöpft, dass Büfett ist geplündert - jetzt kommt Mr. ZIG Zag and Band. Die heizen in ihren bunten Anzügen auch gleich mal so richtig ein. Noch vor dem Dessert fangen wir an zu tanzen. In der Pause hole ich mir einige der süßen Versuchungen von Marion: Mini Käsekuchen, Windbeutel, Rote Grütze, Mousse au Chocolat... Es ist der Wahnsinn, wie schön sie das wieder gemacht hat und es schmeckt fantastisch! Wir tanzen weiter, müssen die Kalorien verbrennen und die Musik macht (es) uns wieder leicht. Dann gehen die Scheinwerfer an: Madame Divot (nicht zu verwechseln mit devot...) und Daisy bieten uns eine Travestie-Show vom Feinsten. Ich habe nicht gezählt, wie oft sie die Kostüme gewechselt haben - ständig kam ein neuer Knallermix aus Kabarett und Gesang. Wir tanzen weiter, irgendwann muss die Musik mal leiser werden, sonst machen wir durch bis morgen früh. Was für eine Party!