im nomadenjahr - zeit für fünen

Die Nomadin wurde nach Fünen eingeladen. Für alle, die nicht extra bei Wiki nachschauen wollen: Fünen ist eine große dänische Insel in der Ostsee, hat  462625 Einwohner und mit Odense die viertgrößte Stadt in Dänemark. Mit dem Auto geht es bequem von Deutschland oberhalb von Flensburg über die Brücke auf die Insel. Soweit die Fakten. Aber man sollte sie schon selber erleben. Dafür bin ich hier. Ich habe meine Bleibe in einer kleinen grünen Hütte auf dem Camping Kerteminde bezogen und bin entzückt von dem Bonbonland im Inneren. Ein großes Bett, Kühlschrank, Kochplatte, Wasser, Strom, Wlan - alles da, was die Nomadin braucht. Und dazu noch einen riesigen Begrüßungskorb mit Bier aus Fünen, Saft vom Garten am Meer und einem schicken Kissen. 

Ich schaue mir Kerteminde an. Das kleine Städtchen liegt direkt am Wasser, den Hafen vor der Haustür, wie sich das für ein ehemaliges Fischerdorf gehört. Hier wird auch heute noch fleißig gefischt. Im Restaurant "Saltings" wird mir Fisch frisch vom Fang serviert: Geräucherter Lachs mit Algensalat vorweg und der auf Fünen typische Plattfisch hinterher. Der Plattfisch war gar nicht so platt, da er lecker mit Kräuterkäse gefüllt wurde. Dazu "Fynsk Fondr" : Das fünische Frühlings-Bier wird hier auf der Insel gebraut und hat ein Holunder-Aroma. Ein perfekter kulinarischer Einstieg in das Inselleben. Ich entdecke den Hafen, den Strand und mir gefällt, dass es überall Picknick-Plätze gibt, wo sich auch heute Menschen treffen, ihr Bier auf den Tisch stellen, das Essen auspacken, und den Abend genießen. Natürlich musste ich in die schwarzen Häuschen mit den Schiffen im Fenster spicken: Hier hat man sich mit Tisch und Stuhl eingerichtet, während das Boot vor Anker liegt. Das Fundholz nehme ich mit und laufe am Strand entlang zurück. Vom Steg aus schaue ins weite Meer, genieße die Ruhe des Abends. Mein Kerteminde-Kissen wartet auf mich.

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