sieben tage-sieben inseln - wangerooge

Wangerooge, Distanz 9,4km, Start 13 Uhr auf dem Platz am Meer, "Watt'n Strand-Lauf"

Wieder eine Inselbahn, nicht so bunt wie auf Langeoog und ich hab das Rollstuhlabteil erwischt - ok, sitzen kann ich ja noch später. Dafür gibts auf Wangerooge einen echten Bahnhof, mit Schaffner und Abpfiff und so. Schlendert man von diesem weg in den Ort hinein, kann man das Café Pudding gar nicht verfehlen. Es thront auf dem Berg, jawohl Berg, denn Wangerooge ist irgendwie ziemlich hügelig ("...die Alpen der Nordsee..."). Den "Berg" müssen wir dann nachher auch zum Ziel hoch - ich freu mich schon drauf... Wie immer führt der erste Gang an den Strand. Noch weiß das Wetter nicht so recht, was es mal werden will, aber diese Stimmung hat auch was. Man lässt sich also im oder am Strandkorb nieder und holt den fehlenden Schlaf nach - es war wieder früh heute morgen. So faul könnte es weiter gehen, aber schließlich bin ich nicht zum Spaß hier und will noch was von Wangerooge sehen. Also mal schauen, ob es im Café Pudding auch Pudding gibt: Setze mich in den Strandkorb mit Blick zum Ort. Irgendwo dröhnt Mucke und da kommt ein Mini-Abi-Abschluss-Rave: Ein Wagen, zehn Leute die jede Menge Spaß haben, und dann ist es auch schon wieder rum. Und das auf ner Insel. Der Rundblick vom Pudding aus ist wirklich schön, von dort sehe ich auch unseren Start an der Promenade. Vom Oberdeck, unserer Umziehlounge, ist auch Meerblick garantiert, aber das hat man uns ja auch vorher versprochen. Wir fangen noch den Bären mit Dominik und stellen uns zum Start auf - schon ne Masse Leute, die jetzt unbedingt rennen wollen.

"Einen weiten Blick über Watt, Strand und Meer" sollen wir auf unserem Lauf erhaschen, so stands geschrieben und so wars dann auch. Als wir erst mal aus dem Ort raus sind öffnet sich das weite Land - leider hat das auch zur Folge, dass man sehen kann, wie weit die anderen schon sind. Das Wetter ist genial, alle haben Spaß am Laufen und die Stimmung ist prächtig. Die Wangerooger legen sich mächtig ins Zeug um uns anzufeuern: Willkommens-Transparente, lautes Trommeln und jede Menge kleine Jungs, die ganz wild aufs Abklatschen sind. Großartiger Blick auf das Wattenmeer, die außergewöhnliche Jugendherberge und den Leuchtturm. Dann asphaltierter Weg zum Ort zurück. Ich wechsle die Speicherkarte im Laufen. Kurze Strecke durch den Ort, langsam hör ich erste Zielgeräusche und dann gehts "steil" bergan zum Ziel hoch. Eigentlich sollte man geradeaus weiterlaufen, den Berg wieder runter - ins Meer. Später mach ich das auch wie viele andere, die sich komplett ins Wasser schmeißen. Die Duschen sind dann später auch leer - gutes Timing. Siegerehrung, Tombola und dann isses auch schon wieder rum für heute. Das so gut wie komplette Orga-Team der Nordsee war dieses Mal auch am rennen und hatte Spaß dabei. Wer will dreht noch eine Runde durch den Ort, liegt am Strand oder geht was essen. Ein wirklich lässiger Tag mit ganz viel Sonne, Strand und Meer.

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