angekommen

Angekommen. Für eine Zeit lang. Doch dieses Mal länger und mit einem Raum für das eigene Haben. Die Nomadin wird sesshaft. Das Umherziehen macht müde, wenn es keinen festen Ort zum Ausruhen gibt. Zwei Jahre lang habe ich das Nomadentum gelebt und möchte diese Zeit nicht missen, denn sie war bewegendberauschend und inspirierend. Das Umherziehen werde ich auch in Zukunft nicht lassen können, zu groß ist meine Neugier auf die Welt, zu spannend sind die Geschichten, die es zu entdecken gibt. Doch dafür brauche ich ein Zuhause, wo Vertrautes mich empfängt und Menschen sind, die mich erwarten. Ich  suche nach einem Bild für "Zuhause", ein Bild, das alles sagt. Worte dafür zu finden ist leichter. Ich stelle mir Fragen: Muss das Zuhause ein Ort seinbedingt es ein Dach über dem Kopf? Ist es der Bäcker, bei dem ich meine Lieblingscroissants hole, die Gewohnheiten, die ich nur an diesem Ort so pflegen kann? Noch habe keine endgültige Antworten auf meine Fragen, aber dafür eine Erkenntnis aus diesen zwei Jahren Nomadentum gewonnen: Zuhause ist ein Gefühl von ankommen und bleiben wollen, von vertraut und verstanden sein, von Freiheit und Sichselbstsein.

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